Aug 18 2011

Kreativität im Kloster



Gerade im kreativen Beruf ist es wichtig ab und an die gewohnten Wege zu verlassen und so neue, unentdeckte Areale zu erforschen.

Künstlerisches Schaffen kann dabei wie Kreativitätstraining wirken. Denn ein Problem bzw. eine Aufgabe muss selbst entdeckt werden. Eigeninitiative ist Basis der Ideenfindung. Während der künstlerischen Arbeit gibt es ein grobes Ziel, doch Flexibilität ist während des gesamten Prozesses gefragt, da sich das Ergebnis immer wieder in eine neue Richtung entwickeln lassen kann.

Dies ist für mich immer eine sehr motivierende Erfahrung. Daher besuchte ich letzte Woche ein 4-tägiges Seminar mit der Lübecker Kunstpädagogin Frauke Borchers im Kloster Drübeck am Nordharz (6 km westlich von Wernigerrode).

Im restaurierten ehemaligen Benediktinerinnenkolster kann man vielfältige Motive entdecken. Eine Kirche in Feldsteinbauweise, eine 250 Jahre alte Linde, Gärten der Stille, Apfelbaumwiesen und vieles mehr. Da in dem Areal keine Autos fahren dürfen umfängt einem schon am ersten Tag der Eindruck einer Zeitreise in die Vergangenheit.

Das man nach vier Tagen Zeichnen und Aquarellmalen, gegenseitigem über die Schulter gucken und Nachbesprechungen erschöpft ist, mag man beim unbeteiligtem Hören kaum glauben. Schließlich hatte das ganze mit sehr viel Spaß zu tun.

Doch Frauke Borchers klärte uns auf, dass das Gehirn während der Malerei unentwegt Entscheidungen treffen muss und das kann eben recht erschöpfend sein.

Fazit: Eine kompetente Seminarleitung, sympathische Teilnehmer und ein wunderbarer Ort.